Januar 2018

  • Verschoben: Eröffnung der Sonderausstellung „Vom Scheitern eines anberaumten Massenmordes – Bulgarien“

    Gedenkstätte Bergen-Belsen

    Verschoben: Eröffnung der Sonderausstellung „Vom Scheitern eines anberaumten Massenmordes – Bulgarien“

    14. Januar 2018

    14:00 - 14:00

    Die die im Halbjahresprogramm angekündigte Eröffnung der Sonderausstellung muss leider auf einen unbestimmten Termin verschoben werden.

     
  • Antiziganistische Ermittlungsansätze der Polizei- und Sicherheitsbehörden

    Stiftung niedersächsische Gedenkstätten

    Antiziganistische Ermittlungsansätze der Polizei- und Sicherheitsbehörden

    25. Januar 2018

    19:00 - 21:00

    Vortrag & Diskussion mit Dr. Markus End

    Deutsche Polizeibehörden haben spätestens Mitte des 19. Jahrhunderts begonnen, antiziganistische Ermittlungsansätze zu etablieren. Von der Einrichtung des sogenannten „Zigeunernachrichtendienstes“ 1899 lassen sich personelle und materielle Verbindungslinien bis in die Bundesrepublik ziehen. Im Nationalsozialismus waren Polizeibehörden maßgeblich an der Organisation des Völkermordes beteiligt. Im Vortrag werden nach einer kurzen historischen und theoretischen Einbettung vielfältige Beispiele gegenwärtiger antiziganistischer polizeilicher Ermittlungsansätze vorgestellt, analytisch eingeordnet und kritisiert.

    Dr. Markus End ist Politikwissenschaftler mit den Arbeitsschwerpunkten Theorie und Empirie des Antiziganismus, antiziganismuskritische Bildungsarbeit und vergleichende Vorurteilsforschung.

    Ort: VHS Hannover, Burgstraße 14, Hannover

    Eine Veranstaltung aus der Reihe "75 Jahre Auschwitz-Erlass – Kontinuitäten des Rassismus gegen Sinti und Roma"

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  • Gedenktag für die Opfer der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft

    Gedenkstätte Bergen-Belsen

    Gedenktag für die Opfer der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft

    27. Januar 2018

    11:30 - 13:00

    Offene Führungen durch die Dauerausstellung und über das Gelände des ehemaligen Lagers
    Ort: Gedenkstätte Bergen-Belsen
    Treffpunkt: Information im Dokumentationszentrum

     
  • Gedenktag für die Opfer der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft

    Gedenkstätte Bergen-Belsen

    Gedenktag für die Opfer der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft

    27. Januar 2018

    14:30 - 16:00

    Offene Führungen durch die Dauerausstellung und über das Gelände des ehemaligen Lagers
    Ort: Gedenkstätte Bergen-Belsen
    Treffpunkt: Information im Dokumentationszentrum

     

Februar 2018

  • Antiziganismus in der deutschen Nachkriegszeit und der Kampf um Anerkennung

    Stiftung niedersächsische Gedenkstätten

    Antiziganismus in der deutschen Nachkriegszeit und der Kampf um Anerkennung

    02. Februar 2018

    19:00 - 21:00

    Vortrag & Diskussion mit Anja Reuss

    Die gesellschaftliche Atmosphäre gegenüber den überlebenden Sinti und Roma war geprägt von Missgunst und Feindseligkeit. Auch in der deutschen Nachkriegszeit blieben die ideologisch-rassistischen Deutungsmuster nahezu ungebrochen erhalten und bestimmten den Diskurs über und Umgang mit der Minderheit. Die überlebenden Sinti und Roma mussten sich nicht nur eine neue Existenz aufbauen und einen Umgang mit dem Verlust ihrer Angehörigen und ihren eigenen traumatischen Erfahrungen finden, sondern auch dem allgegenwärtigen offenen Rassismus und den gesellschaftlichen und politischen Ausgrenzungsmechanismen in deutschen Behörden und in der Mehrheitsgesellschaft entgegentreten.

    Anja Reuss ist Historikerin und Mitarbeiterin im Zentralrat Deutscher Sinti und Roma.

    Ort: VHS Hannover, Burgstraße 14, Hannover

    Eine Veranstaltung aus der Reihe "75 Jahre Auschwitz-Erlass – Kontinuitäten des Rassismus gegen Sinti und Roma"

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  • Kinder und Jugendliche im Konzentrationslager Bergen-Belsen

    Gedenkstätte Bergen-Belsen

    Kinder und Jugendliche im Konzentrationslager Bergen-Belsen

    04. Februar 2018

    14:30 - 16:00

    Thematischer Rundgang mit Dr. Thomas Rahe durch die Dauerausstellung.
    Ort: Gedenkstätte Bergen-Belsen
    Treffpunkt: Information im Dokumentationszentrum

     
  • Diskriminierung von Sinti und Roma. Geschichte und Gegenwart des Antiziganismus

    Stiftung niedersächsische Gedenkstätten

    Diskriminierung von Sinti und Roma. Geschichte und Gegenwart des Antiziganismus

    05. Februar 2018

    10:30 - 16:00

    Tagesseminar für Multiplikator_innen der historisch-politischen Bildungsarbeit, in Kooperation mit der Agentur für Erwachsenen- und Weiterbildung

    Sinti und Roma leben seit Jahrhunderten in Europa. Vertreibungen, Entrechtung und Versklavung kennzeichnet ihre lange Geschichte in Europa. Hunderttausende Sinti und Roma wurden Opfer des nationalsozialistischen Rassenwahns, in Konzentrations- und Vernichtungslagern und durch Massenerschießungen ermordet.

    Erst in der jüngeren Vergangenheit rückte der Völkermord an dieser Bevölkerungsgruppe in den Fokus der Erinnerungspolitik. Viele Jahrzehnte war er ein „vergessener Holocaust“ (Zoni Weisz). Doch auch mit der gedenkpolitischen Anerkennung ist die antiziganistische Diskriminierung nicht einfach aus der Welt. Sinti und Roma werden weiterhin, auch in Deutschland, mit offener Ablehnung und subtiler Diskriminierung konfrontiert.

    Das Seminar vermittelt Basiswissen über die (Verfolgungs-) Geschichte der Sinti und Roma, sensibilisiert für aktuelle Formen antiziganistischer Diskriminierung und diskutiert Handlungsstrategien für mehr gesellschaftliche Teilhabe von Sinti und Roma.

    Leitung: Bernd Grafe-Ulke und Tobias Neuburger (Projekt „Kompetent gegen Antiziganismus – in Geschichte und Gegenwart“, Stiftung niedersächsische Gedenkstätten)

    Ort: Agentur für Erwachsenen- und Weiterbildung, Bödekerstraße 11, Hannover

    Eine Veranstaltung aus der Reihe "75 Jahre Auschwitz-Erlass – Kontinuitäten des Rassismus gegen Sinti und Roma"

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  • Anerkennung, Gleichberechtigung und Bleiberecht. Die Bürgerrechtsbewegung deutscher Sinti und Roma und die Bleiberechtskämpfe geflüchteter Roma seit den 1990ern

    Stiftung niedersächsische Gedenkstätten

    Anerkennung, Gleichberechtigung und Bleiberecht. Die Bürgerrechtsbewegung deutscher Sinti und Roma und die Bleiberechtskämpfe geflüchteter Roma seit den 1990ern

    08. Februar 2018

    19:00 - 21:00

    Vortrag & Diskussion mit Behar Heinemann & Dzoni Sichelschmidt

    Seit Ihren Anfängen bis zum heutigen Tag streitet die Bürgerrechtsbewegung deutscher Sinti und Roma um Wiedergutmachung für im Nationalsozialismus erlittenes Unrecht, angemessene Formen des Gedenkens, Anerkennung und Teilhabe. Der Vortrag von Behar Heinemann zeichnet die Geschichte der Bürgerrechtsarbeit deutscher Sinti und Roma nach, verdeutlicht die Schwierigkeiten im Kampf um Recht und Gerechtigkeit und eröffnet damit Einblicke in ein wenig bekanntes Gebiet der jüngeren und jüngsten deutschen Geschichte. Dzoni Sichelschmidt thematisiert die Geschichte der Bleiberechtskämpfe geflüchteter Roma seit den 1990ern. Geflohen vor Vertreibungen und ethnischen Säuberungen in den Ländern des ehemaligen Jugoslawiens suchten sie unter anderem Schutz in Deutschland. Doch auch hier wurde den oft traumatisierten Flüchtlingen vielfach mit Diskriminierung und Ausgrenzung begegnet.

    Behar Heinemann ist Bürgerrechtlerin, Autorin und war an der Realisation der ersten Ausstellung zur Geschichte der Bürgerrechtsbewegung beteiligt, die bis Ende Februar 2018 im Heidelberger Dokumentations- und Kulturzentrum Deutscher Sinti und Roma gezeigt wird.

    Dzoni Sichelschmidt ist Roma-Bildungsberater in Hamburg und engagiert sich seit vielen Jahren für Anerkennung und Bleiberecht geflüchteter Roma.

    Ort: ver.di-Höfe, Goseriede 10, Hannover

    Eine Veranstaltung aus der Reihe "75 Jahre Auschwitz-Erlass – Kontinuitäten des Rassismus gegen Sinti und Roma"

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  • Institutioneller Rassismus gegen Roma in Europa

    Stiftung niedersächsische Gedenkstätten

    Institutioneller Rassismus gegen Roma in Europa

    14. Februar 2018

    19:00 - 19:00

    Vortrag & Diskussion mit Prof. Dr. Elizabeta Jonuz

    Die 2016 von der Grundrechteagentur der Europäischen Union durchgeführte Erhebung zu Minderheiten und Diskriminierung (EU-MIDIS II) offenbart einen europaweit ausgeprägten institutionellen Rassismus gegen Roma. Institutionelle Diskriminierung und Rassismus zeigen sich im Bildungs- und Ausbildungssektor, dem Arbeitsmarkt, der Wohnungs- und Stadtentwicklungspolitik, dem Gesundheitswesen, der Polizei und weiteren Behörden. Die zentralen Ergebnisse stellen rechtlich wie politisch ein schweres Versagen in der EU und ihren Mitgliedstaaten dar.

    Prof. Dr. Elizabeta Jonuz ist Sozialwissenschaftlerin mit den Schwerpunkten Soziale Arbeit, Migration und Internationales an der Hochschule Hannover.

    Ort: Kargah, Zur Bettfedernfabrik 1, Hannover

    Eine Veranstaltung aus der Reihe "75 Jahre Auschwitz-Erlass – Kontinuitäten des Rassismus gegen Sinti und Roma"

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  • Minderheiten unter Druck

    Stiftung niedersächsische Gedenkstätten

    Minderheiten unter Druck

    18. Februar 2018

    12:00 - 17:00

    Menschenfeindliche Einstellungen Gestern und Heute – am Beispiel der historischen Verfolgung und Ermordung der Sinti und Roma im Nationalsozialismus und der aktuellen Situation geflüchteter Roma in Deutschland. Im Workshop setzen sich die Teilnehmenden mit der Geschichte und Gegenwart, mit Kontinuitäten und Wandlungen des Rassismus gegen Sinti und Roma auseinander. Angesichts der fortgesetzten Ausgrenzung und Stigmatisierung in der deutschen Nachkriegsgeschichte stellt sich auch im Kontext heutiger Fluchtbewegungen von Roma aus Südosteuropa die Frage nach einer historischen Verantwortung Deutschlands.

    Hier möchte der Workshop der Gedenkstätte Ahlem in Kooperation mit dem Roma Antidiscrimination Network Denkanstöße geben und die Teilnehmenden für prekäre Lebenssituationen von Menschen aus Minderheitengruppen sensibilisieren. Gezeigt wird zudem der Film „The Awakening“ des Regisseurs Kenan Emini.

    Die Teilnahme ist kostenlos, die Anzahl der Teilnehmenden begrenzt. Voranmeldung unter gedenkstaette@region-hannover.de oder Tel. +49 (0) 511 – 616-23745.

    Ort: Gedenkstätte Ahlem, Heisterbergallee 10, Hannover

    Eine Veranstaltung aus der Reihe "75 Jahre Auschwitz-Erlass – Kontinuitäten des Rassismus gegen Sinti und Roma"

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  • Die Topographie des Konzentrationslagers Bergen-Belsen

    Gedenkstätte Bergen-Belsen

    Die Topographie des Konzentrationslagers Bergen-Belsen

    18. Februar 2018

    14:30 - 16:00

    Thematischer Rundgang mit Jakob Rühe über das Gelände des ehemaligen Lagers.
    Ort: Gedenkstätte Bergen-Belsen
    Treffpunkt: Information im Dokumentationszentrum

     
  • Ausstellung: Zur Situation abgeschobener Roma in den Westbalkanstaaten

    Stiftung niedersächsische Gedenkstätten

    Ausstellung: Zur Situation abgeschobener Roma in den Westbalkanstaaten

    23. Februar 2018 – 13. März 2018

    Seit die „Westbalkanstaaten“ zu „sicheren Herkunftsstaaten“ erklärt wurden, ist der Aufenthaltsstatus vieler in Deutschland lebender Roma gefährdet. Es kommt massenhaft zu Abschiebungen, Asylgesuche werden in Schnellverfahren als „offensichtlich unbegründet“ abgelehnt. Roma aus osteuropäischen Ländern gelten in Deutschland als Wirtschaftsflüchtlinge bzw. Asylbetrüger_innen. Dabei wird weder berücksichtigt, dass gerade die Vertreibungen und Enteignungen von Roma während des Kosovokrieges, der mit deutscher Unterstützung geführt wurden, zu ihrer Flucht geführt haben, noch, dass es sich bei diesen Personen häufig um die Nachkommen von Holocaust-Opfern handelt. Die Folgen des Krieges und der Nationalismus der Mehrheitsbevölkerung machen es Roma unmöglich, in den Ländern Ex-Jugoslawiens ein sicheres Leben aufzubauen.

    Die Ausstellung des Roma Antidiscrimination Network zeigt, was für die hiesige Öffentlichkeit in der Regel unsichtbar bleibt: die Bleiberechtskämpfe von in Deutschland lebenden Roma und die Situation von aus Deutschland abgeschobenen Roma in den vermeintlich sicheren Westbalkanstaaten.

    Öffnungszeiten der Ausstellung: Montag bis Freitag 9:00 Uhr – 13:00 Uhr und Dienstag und Donnerstag 15:00 Uhr – 18:00 Uhr

    Ort: VHS Celle, Trift 20, Celle

    Eine Veranstaltung aus der Reihe "75 Jahre Auschwitz-Erlass – Kontinuitäten des Rassismus gegen Sinti und Roma"

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  • „The Awakening“ – Film und Diskussion mit dem Regisseur Kenan Emini

    Stiftung niedersächsische Gedenkstätten

    „The Awakening“ – Film und Diskussion mit dem Regisseur Kenan Emini

    23. Februar 2018

    19:00 - 21:30

    Der Film „The Awakening“ des Regisseurs Kenan Emini (Roma Antidiscrimination Network) beleuchtet in Momentaufnahmen die politische und die soziale Lage von Roma in Europa. Er zeigt den Kampf um das Bleiberecht, schildert die Folgen von Abschiebungen und macht deutlich, wie Roma als „Wirtschaftsflüchtlinge“ stigmatisiert und rechtlich ausgegrenzt werden. Wir sehen, wie die Entwicklungen nach dem Zerfall Jugoslawiens, wie die Kriege der 1990er Jahre und der Kosovokrieg, wie rassistische Verfolgung und Ausgrenzung zu einer Situation geführt haben, in der die Roma in den ex-jugoslawischen Ländern keine Zukunft mehr haben.

    Ein wichtiger Film in einer Zeit, in der die Diskriminierung von Roma durch das Erstarken von nationalistischen und völkischen Bewegungen in Europa und durch die Abschottung innerhalb der EU noch weiter zuzunehmen droht.

    Ort: VHS Celle, Trift 20, Celle

    Eine Veranstaltung aus der Reihe "75 Jahre Auschwitz-Erlass – Kontinuitäten des Rassismus gegen Sinti und Roma"

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März 2018

  • Gedenkveranstaltung zum 75. Jahrestag der Deportation deutscher Sinti und Roma nach Auschwitz

    Gedenkstätte Bergen-Belsen

    Gedenkveranstaltung zum 75. Jahrestag der Deportation deutscher Sinti und Roma nach Auschwitz

    04. März 2018

    11:00 - 13:00

    Ansprache: Romeo Franz (Hildegard Lagrenne Stiftung, Berlin)

    Eine Kooperation der Gedenkstätte Bergen-Belsen mit dem Niedersächsischen Verband deutscher Sinti e.V. sowie mit dem Forum für Sinti und Roma e.V.

    Anschließend Eröffnung der Sonderausstellung „Von Niedersachsen nach Auschwitz. Die Verfolgung der Sinti und Roma im Nationalsozialismus“
    Eine Ausstellung des Vereins für Geschichte und Leben der Sinti und Roma in Niedersachsen e.V.

    Ort: Gedenkstätte Bergen-Belsen, Forum

     
  • Ausstellung: Von Niedersachsen nach Auschwitz

    Gedenkstätte Bergen-Belsen

    Ausstellung: Von Niedersachsen nach Auschwitz

    04. März 2018 – 18. März 2018

    Im Dezember 1942 befahl Heinrich Himmler als Chef der SS und der Polizei die Deportation der im Deutschen Reich lebenden Sinti und Roma in das KZ Auschwitz. Anfang März 1943 ließ die Kriminalpolizei mindestens 700 Sinti und Roma aus Niedersachsen nach Auschwitz-Birkenau verschleppen.
    Die meisten von ihnen ermordete die SS dort in den Gaskammern. Nur etwa 3000 Männer und Frauen ließ die SS am Leben – sie sollten Zwangsarbeit für die Rüstungsindustrie leisten. Während die Frauen in das KZ Ravensbrück kamen, brachte die SS fast alle überlebenden männlichen Häftlinge in das KZ Mittelbau-Dora. Nach dessen Räumung kamen sie Anfang April 1945 in das KZ Bergen-Belsen.
    Anlässlich des 75. Jahrestages der Deportationen nach Auschwitz wird die vom Verein für Geschichte und Leben der Sinti und Roma in Niedersachsen e.V. erarbeitete Ausstellung „Von Niedersachsen nach Auschwitz“ in aktualisierter und erweiterter Fassung vom 4. bis 18. März 2018 in der Gedenkstätte Bergen-Belsen gezeigt.

    Ort: Gedenkstätte Bergen-Belsen, Forum

     
  • Workshop: Roma und Sinti in Bergen-Belsen – Geschichten von Verfolgung, Erinnerung und Aufarbeitung

    Gedenkstätte Bergen-Belsen

    Workshop: Roma und Sinti in Bergen-Belsen – Geschichten von Verfolgung, Erinnerung und Aufarbeitung

    05. März 2018

    10:00 - 16:00

    Workshop mit Daniel Tonn und Katja Seybold

    Der Workshop richtet sich an Personen, die sich für das Thema Sinti und Roma in Geschichte und Gegenwart interessieren.
    Im Rahmen der Veranstaltung setzen sich die Teilnehmenden mit der Verfolgungsgeschichte während des Nationalsozialismus sowie Kontinuitäten der Ausgrenzung nach 1945 bis heute auseinander: Wie kamen Angehörige der Gruppe nach Bergen-Belsen? Wie gestaltete sich ihr Leben unter den extremen Bedingungen im Konzentrationslager? Wie sind Überlebende von Bergen-Belsen mit ihren Lagererfahrungen umgegangen?

    Die Teilnehmer_innen besuchen die Dauerausstellung und das historische Lagergelände und nähern sich anhand verschiedener Quellen dem Leben und Schicksal der Betroffenen. Ein Blick soll dabei ebenso auf die gegenwärtige Situation von Roma und Sinti gerichtet werden.

    Zum Hintergrund: Ab 1944 kamen Sinti und Roma in das Konzentrationslager Bergen-Belsen, darunter überdurchschnittlich viele Kinder. Die meisten von ihnen hatten bereits mehrere Jahre der Verfolgung hinter sich und waren der Ermordung knapp entgangen. Bergen-Belsen war für die Mehrzahl der Roma und Sinti der letzte Ort der Verfolgung. Auch nach Kriegsende waren sie Opfer von Ausgrenzung und Diskriminierung. In der deutschen Gesellschaft war lange Jahre kaum jemand bereit, sich mit dem Schicksal der Sinti und Roma zu beschäftigen. Größere öffentliche Aufmerksamkeit erlangten sie mit einer internationalen Gedenkkundgebung 1979 auf dem ehemaligen Lagergelände in Bergen-Belsen.

    Ihre Anmeldung für den Workshop nehmen wir gerne bis Mittwoch, den 26. Februar 2018 unter veranstaltung.bergen-belsen@stiftung-ng.de oder unter Tel. +49 (0) 5051 – 47 59-0 entgegen.

    Die Teilnahme ist kostenlos und erfordert keine besonderen Vorkenntnisse. Die Anzahl der Teilnehmenden ist begrenzt.

    Ort: Gedenkstätte Bergen-Belsen, Anne-Frank-Platz, 29303 Lohheide

    Eine Veranstaltung aus der Reihe "75 Jahre Auschwitz-Erlass – Kontinuitäten des Rassismus gegen Sinti und Roma"

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  • Von der religiösen Stigmatisierung zum Anti-Roma-Rassismus. Geschichte und Gegenwart des Antiziganismus

    Stiftung niedersächsische Gedenkstätten

    Von der religiösen Stigmatisierung zum Anti-Roma-Rassismus. Geschichte und Gegenwart des Antiziganismus

    13. März 2018 – 14. Dezember 2017

    Vortrag & Diskussion mit Tobias Neuburger

    Bereits im ausgehenden Spätmittelalter, an der Schwelle zur frühbürgerlichen Gesellschaft bildete sich der Antiziganismus, das Ressentiment gegen Sinti, Roma und andere als „Zigeuner“ stigmatisierte Bevölkerungsgruppen aus. Damit verweist der Antiziganismus zwar einerseits auf eine jahrhundertelange Geschichte, doch dies sollte andererseits nicht dazu verleiten diesen als ahistorischen oder „ewigen“ Hass zu begreifen. Die antiziganistischen Semantiken waren im Verlauf der Geschichte ebenso vielfältigen Metamorphosen und Wandlungen unterworfen. Der Vortrag versucht einige dieser Transformationen zu identifizieren und bietet auf diese Weise eine Einführung in die Geschichte des Antiziganismus.

    Tobias Neuburger ist wissenschaftlicher Mitarbeiter in der Stiftung niedersächsische Gedenkstätten, Lehrbeauftragter an der Hochschule Hannover und Doktorand an der Universität Innsbruck.

    Ort: VHS Celle, Trift 20, Celle

    Eine Veranstaltung aus der Reihe "75 Jahre Auschwitz-Erlass – Kontinuitäten des Rassismus gegen Sinti und Roma"

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