August 2019

  • Vortrag "Besonders stark brennt das Judenviertel" - Die deutsche Luftwaffe und der Holocaust

    27. August 2019

    19:00 - 21:00

    Stiftung niedersächsische Gedenkstätten

    Vortrag "Besonders stark brennt das Judenviertel" - Die deutsche Luftwaffe und der Holocaust

    27. August 2019

    19:00 - 21:00

    Illustrierter Vortrag von Hubert Brieden

     

    Mit dem Angriff auf Polen begann der Zweite Weltkrieg. Wesentlichen Anteil am Erfolg dieses ersten "Blitzkrieges" hatte die Luftwaffe, die ihr Handwerk unter Kriegsbedingungen während des Spanischen Bürgerkrieges perfektioniert hatte. Auch Bomberbesatzungen des Kampfgeschwaders Boelcke von den Fliegerhorsten Wunstorf, Langenhagen und Delmenhorst-Adelheide hatten als Bestandteil der Legion Condor Luftangriffe gegen republikanische Städte auf der iberischen Halbinsel geflogen, darunter den auf die baskische Stadt Guernica.

     

    Am 1. September 1939 starteten die Flieger zum Angriff auf Ziele in Polen. Neben militärischen Zielen wurden auch Wohnviertel bombardiert. Doch nicht nur das: Am 13.9.1939 flogen deutsche Bombereinheiten einen Angriff gegen das große jüdische Viertel in Warschau. Die Besatzungen orientierten sich an Luftbildern, auf denen die jüdischen Wohngebiete besonders markiert waren. Nach dem Abwurf von rund 7000 Brandbomben und eigens präparierten Brandtanks standen ganze Straßenzüge des jüdischen Viertels in Flammen und waren tagelang nicht zu löschen.

     

    Der Luftangriff auf das jüdische Viertel in Warschau war kein Einzelfall. Und auch das Kampfgeschwader 27 Boelcke war an ähnlichen Angriffen beteiligt. Bis heute wird dieses Kapitel der Militärgeschichte - die Beteiligung der Luftwaffe an der Judenvernichtung - weitgehend verschwiegen.

     

    In Kooperation mit der Volkshochschule Celle

     

    Ort: vhs Celle, Trift 17, Raum 3, 29221 Celle

     

September 2019

  • Welche Auswirkungen hatte der Erste Weltkrieg auf die NS-Verbrechen im Zweiten Weltkrieg?

    01. September 2019

    14:30 - 16:30

    Stiftung niedersächsische Gedenkstätten

    Welche Auswirkungen hatte der Erste Weltkrieg auf die NS-Verbrechen im Zweiten Weltkrieg?

    01. September 2019

    14:30 - 16:30

    Vortrag von Dr. Jens-Christian Wagner, Geschäftsführer der Stiftung niedersächsische Gedenkstätten, zum 80. Jahrestag des Beginns des Zweiten Weltkrieges

     

    Im November 1918 endete der Erste Weltkrieg. Nur gut 20 Jahre später, am 1. September 1939, begann mit dem deutschen Überfall auf Polen der Zweite Weltkrieg. Welche Rolle spielten die Erfahrungen aus dem Ersten Weltkrieg für die deutsche Kriegsführung und die nationalsozialistischen Verbrechen im Zweiten Weltkrieg? Dieser Frage widmet sich der Historiker Dr. Jens-Christian Wagner in einem Vortrag mit anschließender Diskussion.

     

    Ort: Stiftung niedersächsische Gedenkstätten, Im Güldenen Winkel 8, Celle, Veranstaltungsraum

     
  • Ausgebucht: Lesung: Jean-Luc Bellanger: "Feindbegünstigung". Als politischer Gefangener im Strafgefängnis Wolfenbüttel

    02. September 2019

    19:30 - 21:00

    Gedenkstätte in der JVA Wolfenbüttel

    Ausgebucht: Lesung: Jean-Luc Bellanger: "Feindbegünstigung". Als politischer Gefangener im Strafgefängnis Wolfenbüttel

    02. September 2019

    19:30 - 21:00

    Der Franzose Jean-Luc Bellanger schloss sich als Jugendlicher einer Widerstandsgruppe an. 1942 wurde er denunziert, wegen „Feindbegünstigung“ zu zehn Jahren Haft verurteilt und als 17-Jähriger aus Frankreich ins Strafgefängnis Wolfenbüttel gebracht.

     

    Dort erhielt er durch verschiedene Arbeitseinsätze Einblick in viele Bereiche des Haftalltags und knüpfte Kontakte zu Angehörigen anderer Widerstandsgruppen. Insbesondere war er darüber informiert, dass zahlreiche Widerstandskämpfer als „NN-Häftlinge“ („Nacht und Nebel“) hingerichtet wurden. Nach der Befreiung Wolfenbüttels durch amerikanische Truppen am 11. April 1945 kehrte Jean-Luc Bellanger im Mai nach Frankreich zurück.

     

    Seine Erinnerungen sind 2018 in deutscher Sprache erschienen.

     

    Der Schauspieler Jürgen Beck-Rebholz wird Auszüge aus der Publikation lesen.

     

    Ort: Buchhandlung Behr, Kornmarkt 4/5, 38300 Wolfenbüttel

     

    Der Besuch der Lesung ist kostenfrei.

     

    Die Veranstaltung ist bereits ausgebucht; eine Anmeldung ist leider nicht mehr möglich.

     
  • Sonderausstellung "Lebensläufe. Verfolgung und Überleben im Spiegel der Sammlung von Shaul Ladany"

    05. September 2019

    18:00 - 20:00

    Gedenkstätte Bergen-Belsen

    Sonderausstellung "Lebensläufe. Verfolgung und Überleben im Spiegel der Sammlung von Shaul Ladany"

    05. September 2019

    18:00 - 20:00

    Ausstellungseröffnung

     

    Im Alter von acht Jahren wurde Shaul Ladany 1944 mit seiner Familie aus Ungarn in das KZ Bergen-Belsen deportiert. Er gehörte zu den wenigen jüdischen Häftlingen, die aufgrund von Verhandlungen ungarischer und schweizerischer jüdischer Organisationen mit der SS gerettet wurden und im Dezember 1944 in die Schweiz ausreisen durften. Später wanderte Shaul Ladany nach Israel aus und wurde ein bekannter Wissenschaftler und Sportler. Als Geher nahm er an den Olympischen Spielen in München teil und überlebte den Anschlag der palästinen-sischen Terrorgruppe auf die israelische Mannschaft am 5. September 1972.

     

    Shaul Ladany verfügt über eine große Sammlung von Original-dokumenten zu seiner Verfolgung im Nationalsozialismus. Ergänzt um Informationen zur deutschen Besatzungsherrschaft in Serbien und in Ungarn sowie zu den Rettungsbemühungen des ungarischen Zionisten Rudolf Kasztner und zum Neuanfang der Überlebenden im neu gegründeten Staat Israel werden diese Dokumente erstmals der Öffentlichkeit präsentiert.

     

    Shaul Ladany kommt zur Ausstellungseröffnung nach Deutschland und hält die Ansprache.

     

    Ort: Gedenkstätte Bergen-Belsen, Forum

     

    Einladung und Programm (PDF)

     
  • Führung durch die Ausstellung „Aufrüstung, Krieg und Verbrechen. Die Wehrmacht, der Truppenübungsplatz Bergen und die Kaserne Bergen-Hohne 1935-1945“ anlässlich des Tages des offenen Denkmals

    08. September 2019

    14:30 - 16:30

    Gedenkstätte Bergen-Belsen

    Führung durch die Ausstellung „Aufrüstung, Krieg und Verbrechen. Die Wehrmacht, der Truppenübungsplatz Bergen und die Kaserne Bergen-Hohne 1935-1945“ anlässlich des Tages des offenen Denkmals

    08. September 2019

    14:30 - 16:30

    Die Ausstellung im historischen Gebäude M.B. 89 in der Niedersachsenkaserne thematisiert das Verhältnis der Wehrmacht zum nationalsozialistischen Staat, insbesondere die Beteiligung an den Verbrechen. Außerdem werden Beziehungen zwischen der Kaserne Bergen-Hohne und dem Kriegsgefangenenlager sowie dem KZ Bergen-Belsen dargestellt.

     

    Um eine vorherige Abmeldung unter bergen-belsen@stiftung-ng.de oder 05051-4759 0 bis zum 5. September wird gebeten.

     

    Ort: Gedenkstätte Bergen-Belsen

     

    Treffpunkt: Information im Dokumentationszentrum