Juli 2018

August 2018

  • Irma Grese. Szenische Lesung mit Bernd Horstmann, Martina König und Dr. Thomas Rahe

    Gedenkstätte Bergen-Belsen

    Irma Grese. Szenische Lesung mit Bernd Horstmann, Martina König und Dr. Thomas Rahe

    19. August 2018

    14:30 - 16:00

    Unter den im Herbst 1945 im Lüneburger Belsen Trial Angeklagten zog die 22jährige Irma Grese ein besonderes öffentliches Interesse auf sich. In der Presseberichterstattung erschien sie bald als Inbegriff einer fanatischen NS-Furie, als „Beast of Belsen“. Seit 1942 war sie als SS-Aufseherin in den Konzentrationslagern Ravensbrück, Auschwitz und Bergen-Belsen eingesetzt und durch ihre besonders brutale Behandlung der Häftlinge aufgefallen. Im Belsen Trial wurde sie zum Tod verurteilt und im Dezember 1945 in Hameln hingerichtet.

    Die szenische Lesung skizziert mit Texten von und über Irma Grese eine zum Mythos gewordene Täterin und ihre Beteiligung an den NS-Massenverbrechen.

    Ort: Gedenkstätte Bergen-Belsen, Filmraum

     

September 2018

  • Öffentliche Führung durch die Gedenkstätte - Anmeldung erforderlich

    Gedenkstätte in der JVA Wolfenbüttel

    Öffentliche Führung durch die Gedenkstätte - Anmeldung erforderlich

    01. September 2018

    14:00 - 17:00

    Die Gedenkstätte in der JVA Wolfenbüttel bietet regelmäßig öffentliche Führungen durch ihre Räumlichkeiten an. Die Teilnehmer_innen müssen einen gültigen Personalausweis mitführen. Anmeldungen müssen mindestens zwei Wochen vor dem Führungstermin in der Gedenkstätte vorliegen. Darüber hinaus ist die Nennung der Geburtsdaten erforderlich, ansonsten ist keine Besichtigung möglich.

    Ort: Gedenkstätte in der JVA Wolfenbüttel

    Bitte melden Sie sich spätestens bis zum 15.08.2018 telefonisch oder per E-Mail für die Führung an.

    Anmeldung und Kontakt

    Gedenkstätte in der JVA Wolfenbüttel
    Ziegenmarkt 10
    38300 Wolfenbüttel

    Tel.: +49 (0) 5331 – 807-343 (Dienstag bis Freitag 9:00 bis 12:00 Uhr)
    Fax: +49 (0) 5331 – 807-871

     
  • „Sharing heritage – Entdecken, was uns verbindet“. Eine Veranstaltung zum „Tag des offenen Denkmals“

    Gedenkstätte Bergen-Belsen

    „Sharing heritage – Entdecken, was uns verbindet“. Eine Veranstaltung zum „Tag des offenen Denkmals“

    09. September 2018

    14:30 - 16:00

    Thematischer Rundgang mit Jakob Rühe durch die Dauerausstellung und über das Gelände des ehemaligen Lagers

    Ort: Gedenkstätte Bergen-Belsen

     

Oktober 2018

  • Ausstellung "Der Slowakische Nationalaufstand 1944"

    Gedenkstätte Bergen-Belsen

    Ausstellung "Der Slowakische Nationalaufstand 1944"

    16. Oktober 2018

    18:30 - 16:00

    Der Slowakische Nationalaufstand beginnt am 29. August 1944 und ist einer der größten Aufstände gegen die nationalsozialistische Herrschaft in Europa. In den letzten Monaten des Zweiten Weltkriegs kommt es auf dem ganzen Kontinent zu einer Reihe von Erhebungen, die die deutsche Besatzungsmacht und die Kollaborationsregime bekämpfen.
    Der slowakische Aufstand wird in Übereinstimmung mit der Sowjetunion, den Vereinigten Staaten und Großbritannien geplant und mit deren Unterstützung durchgeführt. Er richtet sich gegen die autoritäre und extrem antisemitische slowakische Kollaborationsregierung. Die vereinigten Widerstandsgruppen, die den landesweiten bewaffneten Aufstand organisieren, setzen sich aus Demokraten, Kommunisten und Partisanen sowie aus Soldaten und Offizieren zusammen, die nicht bereit sind, an der Seite der Wehrmacht zu kämpfen.

    Der Slowakische Nationalaufstand entwickelt sich aus der Zusammenarbeit dieser Gruppen und mit der Unterstützung der tschechoslowakischen Exilregierung. Zehntausende sind zum Kampf gegen die deutschen Truppen bereit, die zur Zerschlagung des Widerstands in die Slowakei einmarschieren. Die Anführer des Aufstands überwinden ihre ideologischen Differenzen, um die gemeinsamen Ziele zu erreichen: die Befreiung des Landes und die Wiederherstellung eines Staates, in dem die demokratische Slowakei und die tschechischen Länder gleichberechtigte Partner sind.

    Die Erhebung wird Ende Oktober 1944 von den deutschen Truppen niedergeschlagen. Die slowakischen Partisanen kämpfen jedoch bis zur Befreiung im April 1945 weiter. Der Aufstand trägt wesentlich zur Veränderung des Bildes der Slowakei bei. Aus einem gehorsamen Vasallen der Deutschen wird ein anerkanntes Mitglied der Anti-Hitler-Koalition.
    Er hat gezeigt, dass Zehntausende Slowaken eine demokratische Tschechoslowakei einem autoritären slowakischen Kollaborationsstaat vorziehen. Die Geschichte des Slowakischen Nationalaufstands wird zu einem wesentlichen Teil des Kampfes gegen die nationalsozialistische Herrschaft in Europa. Der Aufstand begründet für die Slowakei ein bleibendes Erbe, das die europäischen Werte von Humanismus, Demokratie und Solidarität im Kampf um die Freiheit hochhält.

    Die Ausstellung der Gedenkstätte Deutscher Widerstand, Berlin, der Botschaft der Slowakischen Republik und dem Slowakischen Institut Berlin wird gezeigt vom 17. Oktober bis 16. Dezember 2018 im Forum der Gedenkstätte Bergen-Belsen. Sie wird eröffnet am Dienstag, 16. Oktober 2018 um 18.30 Uhr und kann dann täglich zwischen 10 Uhr und 17 Uhr besucht werden.

     
  • Lesung: "Feindbegünstigung" von Jean-Luc Bellanger

    Gedenkstätte in der JVA Wolfenbüttel

    Lesung: "Feindbegünstigung" von Jean-Luc Bellanger

    18. Oktober 2018

    19:30 - 21:00

    Jean-Luc Bellanger: "Feindbegünstigung" -
    Als politischer Häftling im Strafgefängnis Wolfenbüttel

    Der Franzose Jean-Luc Bellanger schloss sich als Jugendlicher einer Widerstandsgruppe an. 1942 wurde er jedoch denunziert, wegen "Feindbegünstigung" zu zehn Jahren Haft verurteilt und als 17-Jähriger aus Frankreich ins Straf- und Hinrichtungsgefängnis Wolfenbüttel gebracht. Dort erhielt er durch verschiedene Arbeitseinsätze, u.a. in der Bibliothek und dem Lazarett, Einblick in viele Bereiche des Haftalltags und knüpfte auch Kontakte zu Angehörigen anderer Widerstandsgruppen. Insbesondere war er darüber informiert, dass zahlreiche Widerstandskämpfer als "NN-Häftlinge" ("Nacht und Nebel") hingerichtet wurden. Nach der Befreiung Wolfenbüttels durch amerikanische Truppen am 11. April 1945 kehrte Bellanger im Mai nach Frankreich zurück.

    Der Schauspieler Jürgen Beck-Rebholz wird einige Passagen des Buches lesen, Gedenkstättenleiterin Martina Staats wird die Passagen jeweils einordnen.

    Ort: Bücher Behr, Kornmarkt 4/5, 38300 Wolfenbüttel