September 2019

  • Sonderausstellung "Lebensläufe. Verfolgung und Überleben im Spiegel der Sammlung von Shaul Ladany"

    07. September 2019 - 10:00

    20. Dezember 2019 - 17:00

    Gedenkstätte Bergen-Belsen

    Sonderausstellung "Lebensläufe. Verfolgung und Überleben im Spiegel der Sammlung von Shaul Ladany"

    07. September 2019 - 10:00

    20. Dezember 2019 - 17:00

    Im Alter von acht Jahren wurde Shaul Ladany 1944 mit seiner Familie aus Ungarn in das KZ Bergen-Belsen deportiert. Er gehörte zu den wenigen jüdischen Häftlingen, die aufgrund von Verhandlungen ungarischer und schweizerischer jüdischer Organisationen mit der SS gerettet wurden und im Dezember 1944 in die Schweiz ausreisen durften. Später wanderte Shaul Ladany nach Israel aus und wurde ein bekannter Wissenschaftler und Sportler. Als Geher nahm er an den Olympischen Spielen in München teil und überlebte den Anschlag der palästinensischen Terrorgruppe auf die israelische Mannschaft am 5. September 1972.

     

    Shaul Ladany verfügt über eine große Sammlung von Originaldokumenten zu seiner Verfolgung im Nationalsozialismus. Ergänzt um Informationen zur deutschen Besatzungsherrschaft in Serbien und in Ungarn sowie zu den Rettungsbemühungen des ungarischen Zionisten Rudolf Kasztner und zum Neuanfang der Überlebenden im neu gegründeten Staat Israel werden diese Dokumente erstmals der Öffentlichkeit präsentiert.

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November 2019

  • Schwules Leben im Schatten der Verfolgung. Zeitzeugengespräch

    17. November 2019

    15:00 - 17:00

    Gedenkstätte Bergen-Belsen

    Schwules Leben im Schatten der Verfolgung. Zeitzeugengespräch

    17. November 2019

    15:00 - 17:00

    Vor 50 Jahren, am 1. September 1969, trat eine Neuregelung des § 175 im Strafgesetzbuch der Bundesrepublik Deutschland in Kraft. Bis dahin war der Homosexuellenparagraph in seiner verschärften nationalsozialistischen Fassung von 1935 auch in der Bundesrepublik geltendes Strafrecht gewesen. Von 1945 bis 1969 gab es in den Westzonen bzw. der Bundesrepublik etwa 61.000 Verurteilungen homosexueller Männer – mehr als in der Zeit des Nationalsozialismus.

    Wie lebten Schwule in den 1950er und 1960er Jahren angesichts von Razzien und Ermittlungen durch Polizei und Justiz? Welche Auswirkungen hatten die Bedrohung durch das Strafrecht und die gesellschaftliche Ächtung bis hin zur Erpressung für das Selbstbild homosexueller Männer in dieser Zeit? Wie prägte all dies die Beziehungen unter homosexuellen Männern und welche Folgen hatte es für ihr soziales und politisches Handeln? Diesen Fragen soll in einem Zeitzeugengespräch mit vier Schwulen nachgegangen werden, die die 1950er und 1960er Jahre als junge Erwachsene erlebt haben.

    Moderation: Dr. Thomas Rahe

    Eine Kooperationsveranstaltung der Gedenkstätte Bergen-Belsen mit dem Andersraum e.V.

    Ort: Andersraum, Asternstr. 2, Hannover

     

Dezember 2019