September 2018

  • Kammerkonzert und Lesung: „Es ist geschehen, und folglich kann es wieder geschehen.“

    Gedenkstätte Bergen-Belsen

    Kammerkonzert und Lesung: „Es ist geschehen, und folglich kann es wieder geschehen.“

    23. September 2018

    12:00 - 14:00

    Foto: Tom Solo

    Foto: Tom Solo

    Zu Geschichte und Gegenwart rechter Gewalt in Deutschland:

    Mit einem knapp eineinhalbstündigen Programm aus Lesung und Kammermusik möchten Roman Knižka und das Ensemble Opus 45 dazu anregen, sich mit Ereignissen rechter Gewalt in Deutschland seit Kriegsende auseinanderzusetzen. Zu Gehör kommen Ausschnitte aus Reportagen, Stimmen von Opfern rechter Gewalt sowie das Zeugnis einer Neonazi-Aussteigerin. Den musikalischen Kommentar, stellenweise auch Kontrapunkt zur Lesung, bilden große Werke der Bläserquintettliteratur von Paul Hindemith, Pavel Haas und György Ligeti – drei Komponisten, die zu Opfern von Holocaust und nationalsozialistischer Diktatur wurden.

    Rezitation: Roman Knižka. Musik von Paul Hindemith, Pavel Haas und György Ligeti, gespielt vom Bläserquintett Ensemble OPUS 45

    Mit freundlicher Unterstützung der Bundeszentrale für politische Bildung

    Gedenkstätte Bergen-Belsen, Dokumentationszentrum

     
  • Internationale Begegnungen in der Gedenkstätte Bergen-Belsen. Fortbildung für außerschulische und schulische Multiplikator_innen

    Gedenkstätte Bergen-Belsen

    Internationale Begegnungen in der Gedenkstätte Bergen-Belsen. Fortbildung für außerschulische und schulische Multiplikator_innen

    27. September 2018

    10:00 - 16:00

    Die Geschichte Bergen-Belsens bietet vielfältige Anknüpfungspunkte für Schüler_innenaustausche und andere internationale Begegnungen. Im Kriegsgefangenlager und im Konzentrationslager waren von 1940 bis 1945 Menschen aus vielen verschiedenen Staaten inhaftiert, so unter anderem aus der ehemaligen Sowjetunion, Polen, Ungarn, Frankreich und den Niederlanden. Vor der Rückkehr in ihre Heimat oder der Auswanderung in ein neues Land lebten mehrere tausend ehemalige Häftlinge zwischen 1945 und 1950 im Displaced Persons Camp Bergen-Belsen. Die unterschiedlichen Nationalitäten der Häftlinge spiegeln sich auch heute in den Formen des Erinnerns auf dem ehemaligen Lagergelände wider.

    Die Teilnehmenden lernen den historischen Ort und die Dauerausstellung sowie verschiedene Bildungsmaterialien kennen. Ein besonderes Augenmerk liegt zudem auf der Frage, wie sich die unterschiedlichen Hintergründe, Erfahrungen und Perspektiven der Teilnehmenden in internationalen Gruppen sichtbar machen und thematisieren lassen. Nicht zuletzt wird es darum gehen, wie ein gemeinsames Gedenken und Erinnern in Bergen-Belsen gestaltet werden kann.

    Anmeldung: Ihre Anmeldungen nehmen wir gerne mit Angabe Ihres Namens, Ihrer Anschrift und ggf. der Institution, für die Sie tätig sind oder Schule/Fächerkombination, bis Montag, den 24. September unter veranstaltung.bergen-belsen@stiftung-ng.de entgegen.

    Ort: Gedenkstätte Bergen-Belsen, Raum 3

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Oktober 2018

  • Foto-Workshop für Interessierte ab 18 Jahren: „was bleibt“

    Gedenkstätte Bergen-Belsen

    Foto-Workshop für Interessierte ab 18 Jahren: „was bleibt“

    12. Oktober 2018 – 14. Oktober 2018

    „was bleibt“

    unter diesem Motto entwickeln die Teilnehmenden des dreitägigen Foto-Workshops in der Gedenkstätte Bergen-Belsen eigene Fotogeschichten. Mit dem Blick durch die Kamera nehmen die Teilnehmenden am historischen Ort die Spuren der Geschichte wahr, die versteckt scheinen und diesen Ort doch unverkennbar prägen.

    Teil des Workshops ist es, den historischen Ort kennen zu lernen und zu begreifen. Der Einführung in die Geschichte Bergen-Belsens mit dem Kriegsgefangenenlager, Konzentrationslager und DP-Camp folgt die Begehung des historischen Lagergeländes und der Ausstellung. Der Fotokurs vermittelt den Teilnehmenden das manuelle Fotografieren mit einer Spiegelreflexkamera, um eine eigene Bilderserie zu erarbeiten.

    Team

    Sabine Bergmann, wissenschaftliche Mitarbeiterin in der Gedenkstätte Bergen-Belsen, Abteilung Bildung und Begegnung, gibt vielfältige Einblicke in die Veränderungen des Gedenkstättengeländes der letzten Jahrzehnte.

    Mark Mühlhaus, Fotograf attenzione photographers, arbeitet seit vielen Jahren zum Thema Gedenkstätten, daraus sind eine Ausstellung und zwei Bücher entstanden. Die politische Fotografie spielt in seiner Arbeit eine wichtige Rolle und dafür ist er unter anderem in Syrien und Serbien unterwegs.

    Anmeldung und Information

    Der Workshop „was bleibt“ findet von Freitag, 12. Oktober 2018, 10 Uhr bis Sonntag, 14. Oktober 2018, 16 Uhr in der Gedenkstätte Bergen-Belsen statt.

    Interessierte ab 18 Jahren melden sich bitte mit Angabe von Adresse, E-Mail, Telefonnummer und Alter an. Ihre Anmeldung nehmen wir gerne bis Montag, 1. Oktober, unter veranstaltung.bergen-belsen@stiftung-ng.de entgegen.

    Die Teilnehmer_innenzahl ist auf 10 Personen begrenzt. Es wird ein Teilnahmebeitrag von 150 Euro für Erwerbstätige und 120 Euro für Studierende, Auszubildende und Erwerbslose erhoben. Darin sind die Programmkosten, Unterkunft, Verpflegung sowie die zur Verfügung gestellten Spiegelreflexkameras enthalten. Ihre Anmeldung wird erst mit Zahlung des Teilnahme-beitrages verbindlich.

    Die Unterbringung erfolgt in der Jugendherberge Müden/Örtze. Bitte geben Sie bei der Anmeldung an, ob Sie spezielle Verpflegungswünsche haben.

    Die Teilnehmenden erteilen der Gedenkstätte Bergen-Belsen die Nutzungsrechte an den entstandenen Fotos.

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  • Ausstellung „Es lebe unsere gerechte Sache!“ Der Slowakische Nationalaufstand, 29. August bis 27. Oktober 1944

    Gedenkstätte Bergen-Belsen

    Ausstellung „Es lebe unsere gerechte Sache!“ Der Slowakische Nationalaufstand, 29. August bis 27. Oktober 1944

    17. Oktober 2018 – 16. Dezember 2018

    Soldaten der Armee des Slowakischen Nationalaufstands marschieren in den Kampf gegen die deutsche Besatzungsmacht, Anfang September 1944 © Militärarchiv, Bratislava

    Eine Ausstellung der Gedenkstätte Deutscher Widerstand in Kooperation mit dem Historischen Institut der Slowakischen Akademie der Wissenschaften.

    Der Slowakische Nationalaufstand beginnt am 29. August 1944 und ist einer der größten Aufstände gegen die nationalsozialistische Herrschaft in Europa. In den letzten Monaten des Zweiten Weltkriegs kommt es auf dem ganzen Kontinent zu einer Reihe von Erhebungen, die die deutsche Besatzungsmacht und die Kollaborationsregime bekämpfen.

    Der slowakische Aufstand wird in Übereinstimmung mit der Sowjetunion, den Vereinigten Staaten und Großbritannien geplant und mit deren Unterstützung durchgeführt. Er richtet sich gegen die autoritäre und extrem antisemitische slowakische Kollaborationsregierung. Die vereinigten Widerstandsgruppen, die den landesweiten bewaffneten Aufstand organisieren, setzen sich aus Demokraten, Kommunisten und Partisanen sowie aus Soldaten und Offizieren zusammen, die nicht bereit sind, an der Seite der Wehrmacht zu kämpfen.

    Der Slowakische Nationalaufstand entwickelt sich aus der Zusammenarbeit dieser Gruppen und mit der Unterstützung der tschechoslowakischen Exilregierung. Zehntausende sind zum Kampf gegen die deutschen Truppen bereit, die zur Zerschlagung des Widerstands in die Slowakei einmarschieren. Die Anführer des Aufstands überwinden ihre ideologischen Differenzen, um die gemeinsamen Ziele zu erreichen: die Befreiung des Landes und die Wiederherstellung eines Staates, in dem die demokratische Slowakei und die tschechischen Länder gleichberechtigte Partner sind.

    Die Erhebung wird Ende Oktober 1944 von den deutschen Truppen niedergeschlagen. Die slowakischen Partisanen kämpfen jedoch bis zur Befreiung im April 1945 weiter. Der Aufstand trägt wesentlich zur Veränderung des Bildes der Slowakei bei. Aus einem gehorsamen Vasallen der Deutschen wird ein anerkanntes Mitglied der Anti-Hitler-Koalition.
    Er hat gezeigt, dass Zehntausende Slowaken eine demokratische Tschechoslowakei einem autoritären slowakischen Kollaborationsstaat vorziehen. Die Geschichte des Slowakischen Nationalaufstands wird zu einem wesentlichen Teil des Kampfes gegen die nationalsozialistische Herrschaft in Europa. Der Aufstand begründet für die Slowakei ein bleibendes Erbe, das die europäischen Werte von Humanismus, Demokratie und Solidarität im Kampf um die Freiheit hochhält.

    Die Ausstellung der Gedenkstätte Deutscher Widerstand, Berlin, der Botschaft der Slowakischen Republik und dem Slowakischen Institut Berlin wird gezeigt vom 17. Oktober bis 16. Dezember 2018 im Forum der Gedenkstätte Bergen-Belsen. Sie wird eröffnet am Dienstag, 16. Oktober 2018 um 18.30 Uhr und kann dann täglich zwischen 10 Uhr und 17 Uhr besucht werden.

     
  • Vortrag: Antisemitismus im Milieu der "Reichsbürger"

    Stiftung niedersächsische Gedenkstätten

    Vortrag: Antisemitismus im Milieu der "Reichsbürger"

    18. Oktober 2018

    18:30 - 20:00

    Nicht erst seit dem Polizistenmord von Georgensgmünd im Jahr 2016 beschäftigen Menschen aus dem Milieu der "Reichsbürger", "Selbstverwalter" und "Souveränisten" Behörden und Verwaltungen. Zunehmend wird einer breiten Öffentlichkeit deutlich, welche Gefahren von diesem bisweilen als "Spinner" verharmlosten Milieu ausgehen. Kern der Vorstellungswelt dieser Menschen ist der Mythos einer Weltverschwörung gegen die Deutschen, als dessen Ausdruck neben anderen ("Lügenpresse", George Soros) die Bundesrepublik Deutschland wahrgenommen wird. Innerhalb dieser Welterklärung nimmt Antisemitismus eine zentrale Rolle ein, da er dem Milieu die Frage beantwortet, wer hinter der vermeintlichen Verschwörung gegen die Deutschen steckt.

    Der Vortrag gibt Auskunft über die Ursprünge dieses uneinheitlichen Milieus, seiner Ideologie und Handlungsformen und stellt Handlungsoptionen für zivilgesellschaftliche Gegenwehr vor.

    Jan Rathje ist Mitarbeiter der Amadeu Antonio Stiftung und Autor des Buches "Reichsbürger, Selbstverwalter und Souveränisten. Vom Wahn des bedrohten Deutschen" (Unrast Verlag).

    Eine Veranstaltung des Celler Netzwerkes gegen Antisemitismus.

    Der Eintritt ist frei.

    Ort: vhs Celle, Saal, Trift 20, 29221 Celle

     
  • Lesung: "Feindbegünstigung" von Jean-Luc Bellanger

    Gedenkstätte in der JVA Wolfenbüttel

    Lesung: "Feindbegünstigung" von Jean-Luc Bellanger

    18. Oktober 2018

    19:30 - 21:00

    Jean-Luc Bellanger: "Feindbegünstigung" -
    Als politischer Häftling im Strafgefängnis Wolfenbüttel

    Der Franzose Jean-Luc Bellanger schloss sich als Jugendlicher einer Widerstandsgruppe an. 1942 wurde er jedoch denunziert, wegen "Feindbegünstigung" zu zehn Jahren Haft verurteilt und als 17-Jähriger aus Frankreich ins Straf- und Hinrichtungsgefängnis Wolfenbüttel gebracht. Dort erhielt er durch verschiedene Arbeitseinsätze, u.a. in der Bibliothek und dem Lazarett, Einblick in viele Bereiche des Haftalltags und knüpfte auch Kontakte zu Angehörigen anderer Widerstandsgruppen. Insbesondere war er darüber informiert, dass zahlreiche Widerstandskämpfer als "NN-Häftlinge" ("Nacht und Nebel") hingerichtet wurden. Nach der Befreiung Wolfenbüttels durch amerikanische Truppen am 11. April 1945 kehrte Bellanger im Mai nach Frankreich zurück.

    Der Schauspieler Jürgen Beck-Rebholz wird Auszüge aus der Publikation lesen.

    Ort: Bücher Behr, Kornmarkt 4/5, 38300 Wolfenbüttel

    Hinweis: Der Besuch der Lesung ist kostenfrei.
    Wir bitten um eine vorherige Anmeldung unter: info@buecher-behr.de

     
  • Öffentliche Führung durch die Gedenkstätte - Anmeldung erforderlich

    Gedenkstätte in der JVA Wolfenbüttel

    Öffentliche Führung durch die Gedenkstätte - Anmeldung erforderlich

    20. Oktober 2018

    14:00 - 17:00

    Der Arbeitskreis Andere Geschichte bietet in seinem Programm "Braunschweiger Spaziergänge" am 20.10.2018 eine Führung durch die Gedenkstätte an:

    Das Strafgefängnis Wolfenbüttel zählte zu den zentralen Haft- und Hinrichtungsstätten Norddeutschlands in der Zeit von 1933-1945.

    Zunächst wird die neugestaltete ehemalige Hinrichtungsstätte besucht: Der historische Ort dient heute der Erinnerung an 527 Menschen, die dort zwischen 1937 und 1945 starben. Gezeigt werden auch eine ehemalige Gemeinschaftszelle sowie eine Einzelarrestzelle. An neu entwickelten multimedialen Arbeitstischen können die Teilnehmer_innen sich selbständig vertiefend zu den Themen Justiz und Strafvollzug im Nationalsozialismus informieren. Im Anschluss erfolgt ein gemeinsamer Spaziergang zum Städtischen Friedhof Lindener Straße zum Gräberfeld 13a.

    Die Teilnehmer_innen müssen einen gültigen Personalausweis mitführen. Eine Anmeldung ist bis zum 1.10.2018 unter 05331/807343 oder wolfenbuettel@stiftung-ng.de mit Nennung des Geburtsdatums erforderlich.

    Max. Teilnehmendenzahl: 25