Freiwilliges Soziales Jahr

Zwei Freiwillige beim Freiwilligen Sozialen Jahr in der Gedenkstätte Bergen-Belsen
© Martin Bein – SnG

Schule fertig und Lust auf gesellschaftliches Engagement? Mit einem Freiwilligen Sozialen Jahr Kultur/Politik in einer Gedenkstätte setzen Sie sich aktiv für eine lebendige Erinnerungskultur ein und lernen die abwelchslungsreiche Arbeit in unseren Gedenkstätten kennen.

FSJ Politik in der Gedenkstätte

Die Gedenkstätte Bergen-Belsen und die Gedenkstätte in der JVA Wolfenbüttel bieten jährlich zum 1. September Plätze für ein Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ) an. In Bergen-Belsen gibt es zwei Plätze, in der Gedenkstätte in der JVA Wolfenbüttel einen Platz. 

  • Vielfältige Einsatzmöglichkeiten

    Die Gedenkstätte bietet den Freiwilligen eine Vielzahl an Einsatzmöglichkeiten. Neben der 2007 eröffneten Dauerausstellung im Dokumentationszentrum und dem historischen Lagergelände mit Friedhof und Bodenfundamenten ehemaliger Gebäude gibt es ein Archiv, eine Bibliothek, eine Forschungsabteilung und ein Bildungszentrum, das jedes Jahr etwa 1.000 Gruppen betreut und viele Bildungsveranstaltungen durchführt.

    Die Freiwilligen lernen im Rahmen der Einarbeitung alle Abteilungen der Gedenkstätte sowie des Stiftungssitzes in Celle kennen. Für die kontinuierliche Betreuung sind Mitarbeiter*innen der Abteilung Bildung und Begegnung zuständig.

    Interessante Aufgaben

    Die Freiwilligen übernehmen in Bergen-Belsen abwechslungsreiche Aufgaben: Sie machen Führungen für angemeldete Gruppen und wirken bei der Erarbeitung und Erstellung von Bildungsmaterialien sowie bei internationalen Jugendbegegnungen mit. Sie helfen bei der Organisation und Durchführung von verschiedenen Veranstaltungen, unter anderem der jährlichen Gedenkfeier, betreuen Überlebende und unterstützen die Kolleg*innen in den Bereichen Forschung und Dokumentation, Kommunikation sowie Information und Buchshop.

    Es ist daneben ausdrücklich erwünscht, dass die Freiwilligen ihre eigenen Arbeitsschwerpunkte setzen und sich je nach Interessen und Fähigkeiten einbringen. Dazu gehört auch das vorgesehene eigenständig durchzuführende Projekt im Rahmen des freiwilligen Jahrs. Die Freiwilligen wählen und gestalten es weitgehend eigenständig, werden aber bei der Auswahl, Konzeption und Durchführung von erfahrenen Kolleg*innen begleitet und unterstützt.

    Stimmen

    Das sagen ehemalige Freiwillige: 

    “Ich habe deutlich mehr gelernt, sowohl an Fakten und über die Welt als auch über mich selbst, als ich es je in einem Jahr in der Schule hätte schaffen können.”

    “In meinem FSJ  habe ich sehr viele schöne und vor allem neue Erfahrungen gemacht. Das bedeutendste für mich war es, Zeitzeugen kenn lernen zu dürfen.”

    “Ich hatte mehrmals die Möglichkeit über mich hinauszuwachsen, vor allem aus dem Grunde, weil mir von der Gedenkstätte sehr viel Vertrauen entgegen gebracht wurde, was mir sehr viel bedeutet.”

    "Ich habe dieses FSJ irgendwie als eine komplett andere Person angetreten, als die, die das Jahr jetzt beendet."

  • Vielfältige Einsatzmöglichkeiten

    Die Gedenkstätte in der JVA Wolfenbüttel bietet den Freiwilligen eine Vielzahl an Einsatzmöglichkeiten. Sie ist die zentrale Einrichtung für das Thema „Justiz und Strafvollzug im Nationalsozialismus“ für die gesamte Bundesrepublik Deutschland, ihre Gebäude und Räumlichkeiten befinden sich auf dem Gelände einer arbeitenden JVA. Neben der 2019 eröffneten Dauerausstellung im Dokumentationszentrum und den in der JVA gelegenen historischen Orten (Hinrichtungsstätte, Haftzellen) gibt es weitere Gedenkorte in der näheren Umgebung (ehemalige Hinrichtungsstätte Schießstand Buchhorst, Gräberfeld mit Hinrichtungsopfern auf dem Hauptfriedhof).

    Interessante Aufgaben

    Die Freiwilligen lernen im Rahmen ihres FSJ alle Arbeitsbereiche der Gedenkstätte kennen und übernehmen abwechslungsreiche Aufgaben: Sie begleiten die pädagogische Arbeit im Rahmen von Workshops und Führungen, helfen bei der Organisation und Durchführung von verschiedenen Veranstaltungen, unter anderem der jährlichen Gedenkfeier, unterstützen die Kolleg*innen bei der Projektarbeit, nehmen an den regelmäßigen Dienstbesprechungen teil und helfen beim Besucher*innenempfang an der Information.

    Es ist daneben ausdrücklich erwünscht, dass die Freiwilligen ihre eigenen Arbeitsschwerpunkte setzen und sich je nach Interessen und Fähigkeiten einbringen. Dazu gehört auch das vorgesehene eigenständig durchzuführende Projekt im Rahmen des freiwilligen Jahrs. Die Freiwilligen wählen und gestalten es weitgehend eigenständig, werden aber bei der Auswahl, Konzeption und Durchführung von erfahrenen Kolleg*innen begleitet und unterstützt.

    Stimmen

    Das sagen ehemalige Freiwillige:

    „Ich bin den Kolleg*innen der Gedenkstätte unglaublich dankbar dafür, dass sie mich von Beginn an als festes, gleichwertiges Mitglied des Teams behandelten, dafür, dass sie mir ihr Vertrauen schenkten, vielfältige und abwechslungsreiche Aufgaben selbstständig zu erledigen, und besonders dafür, dass sie mein Engagement und meine Arbeit wertschätzten. Die Mitarbeitenden vermittelten mir zudem seit Beginn meines Freiwilligendienstes immer das Gefühl, mich bei jeglichen Fragen, Anliegen oder Problemen an sie wenden zu können.
    Zusammengefasst: Vielen herzlichen Dank für dieses tolle Jahr! Wenn ich erneut die Chance erhalten würde, bei Euch ein FSJ zu absolvieren, wäre die Antwort, ohne groß darüber nachdenken zu müssen, ein klares JA!“

    "Während meines FSJ-Politik durfte ich viele neue Menschen kennenlernen und in die verschiedenen Bereiche der Gedenkstättenarbeit schnuppern. Es gab immer etwas zu tun dank abwechslungsreichen und fordernden Aufgaben, welche lehrreich für meine Zukunft waren. Dank tatkräftiger Unterstützung war die Umsetzung meines Projektes im Rahmen des FSJ-Politik kein Problem. Durch das Jahr bin der Gedenkstätte weiß ich nun, was ich später studieren möchte."

    “Sehr überrascht und erfreut war ich über die Erkenntnis, dass ich von Anfang an ein wichtiger Teil des Teams war und sich dies auch in meinen Aufgaben reflektierte. Meine Erwartungen wurden durch diese Arbeit und das Vertrauen, welches mir von all meinen Kolleg*innen entgegengebracht wurde, bereits sehr schnell übertroffen. Durch die stetige Hilfe des gesamten Teams und wegen der tollen Zusammenarbeit untereinander waren selbst die anspruchsvollen Aufgaben nie ein Problem für mich. Mein FSJ hat mich in meinem Plan, in der Zukunft Geschichte zu studieren und mich tiefer in spezielle Thematiken einzuarbeiten, nur bestätigt.”

    Ausführlicher hat unsere FSJ'lerin Anna Lena Heine mit dem Vocatium Magazin über ihr Freiwilliges Soziales Jahr gesprochen. Das Interview gibt es hier zum Nachlesen.

Bewerben

Alle Bewerbungen für ein FSJ werden zentral von der Landesvereinigung Kulturelle Jugendbildung Niedersachsen e. V. (LKJ) koordiniert. Bewerbungen erfolgen direkt an die LKJ. Von dort werden sie an die entsprechenden Einrichtungen weitergeleitet. Der Bewerbungszeitraum läuft vom 01. Februar bis zum 15. März.

Kontakt

    • Kontakt
    FSJ Bergen-Belsen

    Bei inhaltlichen und organisatorischen Fragen zum Freiwilligen Sozialen Jahr in der Gedenkstätte Bergen-Belsen wenden Sie sich bitte an Katrin Unger.

     

    Tel.: 05051 4759-198
    Email: katrin.unger@stiftung-ng.de

    • Kontakt
    FSJ Wolfenbüttel

    Bei inhaltlichen und organisatorischen Fragen zum Freiwilligen Sozialen Jahr in der Gedenkstätte in der JVA Wolfenbüttel wenden Sie sich bitte an Simona Häring.

     

    Tel.: 05331 935501-11
    Email: Simona.Haering@stiftung-ng.de

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