Kuratierte Führung mit Doreen Krohne
„Ich will fortleben, auch nach meinem Tod“. Diese Worte hatte Anne Frank nur wenige Wochen vor ihrem 15. Geburtstag ihrem Tagebuch am 04. April 1944 anvertraut. Dieser Wunsch hat sich durch ihr im Versteck geführtes Tagebuch in tragischer Weise erfüllt.
Annes Tagebuch ist seit dem 25. Juni 1947 der Öffentlichkeit zugänglich und in unzählige Sprachen übersetzt, als Theaterstück auf vielen Bühnen aufgeführt. Es ist häufig Schullektüre, um jungen Menschen die Konsequenzen von Antisemitismus und nationalsozialistischer
Terrorherrschaft beispielhaft nahe zu bringen.
Ihren 16. Geburtstag erlebt Anne Frank nicht mehr. Sie stirbt im Konzentrationslager Bergen-Belsen aufgrund der katastrophalen Umstände nur wenige Wochen vor der Befreiung des Lagers durch die britische Armee.
Es gibt verschiedene Zeugenberichte von jungen Frauen, die wie sie in Bergen-Belsen inhaftiert waren und überlebt haben, aus denen Näheres über das Schicksal von Anne Frank und ihrer Schwester Margot in Bergen-Belsen zu erfahren ist. Diese Thematik ist gegenüber der Rezeption des weltberühmten Tagebuchs oft weniger beachtet, gewöhnlich endet die Erinnerung an Anne Frank und ihr Tagebuch mit der Verhaftung der Familie Frank in Amsterdam.
Der ca. 90-minütige Rundgang wird von der Pädagogin Doreen Krohne angeboten. Sie führt seit 2005 erst als Lehrerin und nun als freie Mitarbeiterin Bildungsveranstaltungen in der Gedenkstätte durch.
Die Veranstaltung beginnt um 14:30 Uhr. Der Eintritt ist frei. Treffpunkt ist am Informationstresen des Dokumentationszentrums. Über unser Buchungsportal können Sie sich einen Platz reservieren.
Die Veranstaltenden behalten sich vor, von ihrem Hausrecht Gebrauch zu machen und Personen, die rechtsextremen Parteien oder Organisationen angehören oder durch antisemitische, demokratiefeindliche, geschichtsleugnende, nationalistische, rassistische oder sonstige menschenverachtende Äußerungen, Haltungen oder sichtbare Zeichen in Erscheinung treten oder getreten sind, den Zutritt zur Veranstaltung zu verwehren oder sie von dieser auszuschließen.