Über die Tagung
Die Tagung richtet sich an haupt- und ehrenamtliche Mitarbeiter*innen niedersächsischer Gedenkstätten und Erinnerungsorte sowie Geschichtsinitiativen, Forscher*innen, Studierende und Schüler*innen aus Niedersachsen.
Sie untersucht die NS-Gesellschaft und beleuchtet Prozesse, die hinter dem ideologisch aufgeladenen Begriff der „Volksgemeinschaft“ standen. Obwohl dieser Begriff selbst unscharf blieb, wurde er als Utopie einer idealen Gesellschaft propagiert. Das NS-Regime versuchte, diese Utopie durch die propagandistische und gewaltförmige Einbindung aller Gesellschaftsgruppen, durch die Gleichschaltung der Medien sowie durch politische und wirtschaftliche Maßnahmen umzusetzen. Zugleich führte dies zu einer sich stetig radikalisierenden Ausgrenzung all jener, die nicht zur imaginierten Gemeinschaft gehörten.
In ganz Deutschland und nicht zuletzt im Gebiet des heutigen Niedersachsen entstanden zahlreiche Räume oder Schauplätze der propagandistischen Inszenierung der „Volksgemeinschaft“. Bestehende historische Orte und regionale Narrative wurden ideologisch überformt. Anhand konkreter Beispiele werden auf der Tagung propagandistische Inszenierungen des NS-Regimes dekonstruiert und das Spektrum möglicher Verhaltensweisen der lokalen Bevölkerung zwischen Zustimmung, Mitmachen, Distanzierung und Verweigerung aufgezeigt. Dadurch werden Handlungsspielräume von Individuen und Gruppen, von Einrichtungen und Organisationen sichtbar, die den Alltag im nationalsozialistischen Deutschland prägten.
Das Themenfeld war in den vergangenen zwei Jahrzehnten Gegenstand intensiver Forschung. Die Tagung nimmt die mit dem Begriff der „Volksgemeinschaft“ verbundenen Debatten in der Rückschau einordnen und zum Anlass, eine kritische Bestandsaufnahme neuerer Forschung zur Gesellschaftsgeschichte des Nationalsozialismus vorzunehmen. Daraus werden zugleich Perspektiven für die historisch-politische Bildung entwickelt. Das Tagungsprogramm umfasst Vorträge, Workshops, eine Podiumsdiskussion und Exkursionen.
Anmeldung
Für Studierende und Schüler*innen (bis 28 Jahren) beträgt der Teilnahmebeitrag 30,00 €, für alle anderen Teilnehmer*innen 100,00 € inkl. 2 Übernachtungen. In begründeten Ausnahmefällen, kann die Teilnahmegebühr erlassen werden.
Wenn Sie an der Tagung teilnehmen möchten, senden Sie uns das ausgefüllte Anmeldeformular bitte per E-Mail an: GFN@stiftung-ng.de. Sie erhalten innerhalb weniger Tage eine Eingangsbestätigung. Aufgrund begrenzter Hotelkontingente können wir Übernachtungen nur bei Anmeldung bis zum 27.03. garantieren. Eine Teilnahme ohne Hotelbuchung ist auch bei späterer Anmeldung möglich.
Nach Ablauf der Anmeldefrist (27. März 2026) erhalten Sie von uns eine Rechnung über den Teilnahmebeitrag. Nach dem Geldeingang erhalten Sie die Teilnahmebestätigung, das endgültige Programm sowie nähere Informationen zur Anreise und zu weiteren organisatorischen Details. Sollte eine Teilnahme aus Kapazitätsgründen nicht mehr möglich sein, werden wir Sie entsprechend frühzeitig informieren.