„Zeit des Schweigens und der Dunkelheit“ von Nina Gladitz beleuchtet den NS-Propaganda-Film „Tiefland“ von Leni Riefenstahl. Für diesen Film wurden im NS-Zwangslager Maxglan gefangene Sinti* und Roma* als Statist*innen zwangsverpflichtet und später nach Auschwitz deportiert. Dieser Geschichte nahm sich Gladitz an, woraufhin sie von Leni Riefenstahl verklagt wurde, der WDR sie in dem Rechtsstreit ohne Beistand ließ und der Film schließlich – ohne offizielle rechtliche Verpflichtung dazu seitens des WDR – unter Verschluss gehalten wurde.
Ein Interview mit Deutschlandfunk Kultur
Im Anschluss an unsere Filmvorführung werden wir mit den drei Expert*innen Astrid Bischofberger, Dr. Frank Reuter und Prof. Dr. Sabine Rollberg ins Gespräch kommen. Über den Dokumentarfilm, seine Geschichte, Antiziganismus und Riefenstahls Mittäterinnenschaft in der NS-Zeit. Einer der drei Expert*innen ist Dr. Frank Reuter, wissenschaftlicher Geschäftsführer der Forschungsstelle Antiziganismus am Historischen Seminar der Universität Heidelberg. Dr. Reuter wurde am Montag von Deutschlandfunk Kultur zu unserer Veranstaltung sowie zum Thema interviewt. Darin betont Dr. Reuter nochmal, dass der WDR bis heute den Dokumentarfilm nicht offiziell veröffentlicht hat.
Jahrzehnte vom WDR unter Verschluss gehalten
Bis heute hat der WDR den Dokumentarfilm „Zeit des Schweigens und der Dunkelheit“ von Nina Gladitz, gegen den einst NS-Propaganda-Regisseurin Leni Riefenstahl persönlich klagte, noch nicht offiziell in ihrer Mediathek veröffentlicht, sondern nur zum Vorführen freigegeben.
Am 6. Mai ist nun die Gelegenheit den Film mit uns im Apollo-Kino zu schauen und danach dem im Podiumsgespräch mit den drei Expert*innen Astrid Bischofberger, Dr. Frank Reuter und Prof. Dr. Sabine Rollberg über den Dokumentarfilm, seine Geschichte und Riefenstahls Mittäterinnenschaft in der NS-Zeit zu sprechen.
