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Neu aufgestellt begleitet der Stiftungsbeirat die Arbeit der niedersächsischen Gedenkstätten

Am Montag wurde mit Prof. Menachem Rosensaft ein im DP-Camp Bergen-Belsen Geborener Vorsitzender des Beirats der Stiftung niedersächsische Gedenkstätten. Obwohl die Stiftung aufgrund der spezifischen Geschichte des KZ Bergen-Belsen noch Kontakt zu über hundert Überlebenden hat, hat nun erstmals nicht mehr ein Überlebender dieses Amt inne. Auch hier wird somit der Perspektivwechsel zwischen der ersten Generation der Überlebenden und dem Blick der nachfolgenden Generationen vollzogen.

 

Rosensaft ist stellvertretender Geschäftsführer und Justiziar des Jüdischen Weltkongresses. Er lehrt über das Völkermordgesetz an den Universitäten von Columbia und Cornell. Er wolle aktiv und konstruktiv die Ausrichtung der Stiftung begleiten, so Rosensaft, der im Beirat die World Federation of Bergen-Belsen Associations repräsentiert, und betonte „der Stiftungsbeirat wird zukünftig stärker seine Stimme erheben und sich in die inhaltlichen Diskussionen einbringen.“

 

Dr. Elke Gryglewski, Geschäftsführerin der Stiftung und Leiterin der Gedenkstätte Bergen-Belsen, wies darauf hin, dass Rosensaft bereits seit vielen Jahren die Stiftungsarbeit begleitet und sagte „Menachem Rosensaft ist ein erfahrener und engagierter Mitstreiter für Demokratie und Erinnerungskultur. Ich freue mich auf den Austausch und die gemeinsame Arbeit.“

 

Auch für weitere Verbände gab es Wechsel in der Vertretung im Gremium. So werden der Verband der polnischen Überlebenden von Bergen-Belsen wie auch der Verband der Überlebenden in Israel mit Leszek Wieciech und Arie Olewski zukünftig ebenfalls durch Söhne von Bergen-Belsen-Überlebenden vertreten.