Aktuelle Projekte
An diesen Projekten sind wir aktuell beteiligt:
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Das Projekt „Kompetenzstelle gegen Antiziganismus“ (KogA) der Stiftung niedersächsische Gedenkstätten ist Teil des Kooperationsverbundes gegen Antiziganismus. Das Projekt KogA und der Verbund werden im Rahmen des Bundesprogramms „Demokratie leben!“ vom Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend gefördert. KogA ist bereits 10 Jahre als Teil der Stiftung und seit 2025 über den Kooperationsverbund bundesweit tätig.
Ein Schwerpunkt liegt auf der kritischen Auseinandersetzung mit historischen und aktuellen Formen des Antiziganismus sowie auf der Entwicklung entsprechender Handlungskompetenzen. KogA qualifiziert, berät und begleitet deshalb Mitarbeiter*innen verschiedene Berufsgruppen aus staatlichen und zivilgesellschaftlichen Institutionen. Ziel ist es, die Teilnehmenden zu Multiplikator*innen für vorurteilsbewusstes und rassismuskritisches Handeln auszubilden, um institutionellem Antiziganismus entgegenzuwirken. Dadurch sollen Barrieren für die gesellschaftliche Teilhabe von Sinti* und Roma* abgebaut werden.
Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der bundesweiten Bildungs- und Netzwerkarbeit im Kontext von NS-Gedenkstätten und Erinnerungskultur. Dafür koordiniert KogA seit 2025 das „Netzwerk historisch-politische Bildungsarbeit zur Verfolgungsgeschichte der Sinti* und Roma* im Nationalsozialismus“. Durch Netzwerktreffen und Bildungsarbeit werden die Ziele verfolgt Antiziganismuskritik zu fördern und die Teilhabe und Perspektiven von Sinti* und Roma* zu unterstützen und sichtbar werden zu lassen.
Mehr erfahren auf der Webseite des Kompetenzstelle gegen Antiziganismus
Abgeschlossene Projekte
Hier finden Sie eine Auswahl abgeschlossener Projekte der letzten Jahre.
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Im Projekt FERMAN wurde im Rahmen historisch-politischer Bildungsarbeit die Auseinandersetzung mit Völkermorden und Unrechtssystemen gefördert. Entwickelt und gestärkt werden soll damit eine globale Perspektive auf Massenverbrechen, die historische Kontinuitätslinien von postkolonialen Nationalstaaten zum Völkermord ebenso in den Blick nimmt wie die Erinnerungskultur(en).
In dem Projekt wurde eine Sammlung mit Datenbank-Verzeichnung für verschiedene Quellen und Materialien zum Genozid an den Ezid*innen entwickelt. Durch Vorträge und Veranstaltungsreihen, aber auch durch Bildungsmaterialien und eine Website wurden und werden zudem Informationen und Biografien an diverse Zielgruppen vermittelt. Eine wichtige Rolle im Projekt FERMAN spielte auch die Arbeit mit ezidische Überlebenden und deren Auseinandersetzung mit der Verfolgungserfahrung.
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Die Novemberpogrome des Jahres 1938 markierten den Übergang von der Ausgrenzung der Juden im Nationalsozialismus zu ihrer systematischen gewaltsamen Verfolgung. Auch auf dem Gebiet des heutigen Landes Niedersachsen misshandelte und ermordete der nationalsozialistische Mob am 9. und 10. November 1938 jüdische Männer, Frauen und Kinder, setzte Synagogen in Brand sowie zerstörte Wohnungen und Geschäfte jüdischer Eigentümer*innen.
Das Projekt „Novemberpogrome 1938 in Niedersachsen“ zeigt, wohin rassistische und antisemitische Hetze und Ausgrenzung führen und was es bedeutet, wenn sich selbsternannte „Herrenmenschen“ über angeblich Minderwertige und „Unwerte“ erheben. Die Website soll Interessierten die Möglichkeit bieten, sich einen ortsbezogenen Überblick über die Ereignisse in Niedersachsen und ihre Folgen zu verschaffen: Was geschah im November 1938 in meiner Heimatstadt? Wer waren die Täter*innen, was geschah mit den Opfern? Welche Spuren lassen sich heute noch finden? Wo finde ich vertiefende Infos zum Weiterforschen? Gibt es vor Ort Geschichts- und Gedenkinitiativen?
Begonnen wurde das Projekt im Jahr 2018 anlässlich des 80. Jahrestages der Novemberpogrome aus einem Praxisseminar am Historischen Seminar der Leibniz Universität Hannover in Kooperation mit der Stiftung niedersächsische Gedenkstätten. Zahlreiche Initiativen, Gedenkstätten und Einzelpersonen aus vielen Teilen Niedersachsens haben sich dem Gemeinschaftsprojekt angeschlossen.
Weitere Projekte
Wir danken unseren Zuwendungsgeber*innen
Die Stiftung und die ihr angeschlossenen Gedenkstätten können nicht alle Aufgaben und Maßnahmen aus eigenen Mitteln gewährleisten. Daher wirbt die Stiftung um zusätzliche Projektmittel im Bereich von Forschung und Bildung, aber auch für den Ausbau und die Neugestaltung von Gedenkstätten. Wichtige Zuwendungsgeber*innen für die Stiftung waren und sind:
- Land Niedersachsen
- Die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien
- Stiftung Niedersachsen
- Klosterkammer Hannover
- Niedersächsisches Kultusministerium
- Niedersächsisches Ministerium für Wissenschaft und Kultur
- Stiftung „Erinnerung, Verantwortung und Zukunft”
- Europäischer Sozialfonds für Deutschland
- Bundesprogramm „Demokratie leben!”
- Niedersächsische Lotto-Sport-Stiftung
