Dauerausstellung im Dokumentationszentrum der Gedenkstätte Bergen-Belsen. Foto: Berthold Weidner. SnG

Aufgaben

Die Stiftung niedersächsische Gedenkstätten erhält und gestaltet die Gedenkstätte Bergen-Belsen und die Gedenkstätte in der JVA Wolfenbüttel. Sie sind Orte der Erinnerung an die Leiden der Opfer des Nationalsozialismus und Orte des Lernens für künftige Generationen.

  • Die Neugestaltung der Gedenkstätte Bergen-Belsen fand im Jahr 2007 mit der Eröffnung des neuen Dokumentationszentrums einen ersten Abschluss. Dort informieren Dauerausstellungen über die Themenkomplexe Kriegsgefangenenlager, Konzentrationslager und Displaced Persons Camp.
  • Für das Jahr 2018 ist die Eröffnung eines neuen Ausstellungsgebäudes der Gedenkstätte in der JVA Wolfenbüttel geplant. Thematisch stehen dort die Justizverbrechen im Nationalsozialismus im Mittelpunkt.
  • Förderung

    Förderung

     

    Die Stiftung niedersächsische Gedenkstätten fördert Gedenkstätten und Erinnerungsinitiativen in nichtstaatlicher Trägerschaft durch Zuwendungen, Beratung und wissenschaftliche Dienstleistungen.

    • Für die Förderung der Gedenkstättenarbeit stehen seit 1993 jährlich Mittel des Landes Niedersachsen zur Verfügung. Die Gedenkstätten in Esterwegen, Moringen, Sandbostel und Salzgitter-Drütte sowie in Liebenau und Osnabrück-Hasbergen werden schwerpunktmäßig unterstützt. 
    • Weitere Gedenkstätten wie in Braunschweig, Lüneburg, Schwanewede oder Wehnen sowie Erinnerungsinitiativen und andere Projektträger in Niedersachsen erhalten auf Antrag eine Förderung im Sinne des Stiftungszwecks. 
    • Die Abteilung Gedenkstättenförderung Niedersachsen berät Vorhaben und begleitet Projekte in fachlicher und zuwendungsrechtlicher Hinsicht. 
    • Die Stiftung fördert die Bildungsarbeit der Gedenkstätten durch Zuschüsse für Betreuungsangebote. Auch für Fahrten insbesondere von Schulklassen zu Gedenkstätten in Niedersachsen kann ein Zuschuss beantragt werden.
     
  • Forschung

    Forschung

     

    Die Stiftung niedersächsische Gedenkstätten unterstützt die auf das historische Geschehen in den Jahren 1933 bis 1945 und dessen Folgen bezogene Forschung. Sie unterhält zu diesem Zweck eine zentrale Dokumentationsstelle zur NS-Zeit in Niedersachsen.

    • Die „Dokumentationsstelle zur Geschichte von Widerstand und Verfolgung 1933–1945 auf dem Gebiet des Landes Niedersachsen“ unterstützt seit 1993 Gedenkstätten, Initiativen, Forschungseinrichtungen, Kommunen, Schulen und interessierte Einzelpersonen in Niedersachsen bei der Aufarbeitung, Dokumentation und Vermittlung der Geschichte der NS-Zeit. Dazu werden Archivalien, Findmittel, Publikationen, Fotografien und andere Dokumente im In- und Ausland erschlossen, erfasst und entsprechend aufbereitet. 
    • Die Dokumentationsstelle richtet jährlich neben Workshops eine zentrale Tagung für die niedersächsischen Gedenkstätten und Erinnerungsinitiativen aus. Sie führt auch eigene Forschungsprojekte durch.
     
  • Weitere Aktivitäten

    Weitere Aktivitäten

     

    Die Stiftung niedersächsische Gedenkstätten verwirklicht ihren Stiftungszweck darüber hinaus durch 

    • Zeitzeugengespräche, Film- und Theateraufführungen und Lesungen;
    • Sonderausstellungen, wissenschaftliche Tagungen und Netzwerktreffen;
    • Projekte im Bereich Forschung, Vermittlung und Bildung; 
    • Fortbildungen für Gedenkstättenmitarbeiter, Lehrkräfte und Multiplikatoren;
    • Publikationen und Informationsmaterialien.

     

     

     
  • Faltblatt der Stiftung niedersächsische Gedenkstätten (PDF)

    Faltblatt der Stiftung niedersächsische Gedenkstätten (PDF)