
PD Dr. Habbo Knoch, Geschäftsführer der Stiftung niedersächsische Gedenkstätten, 2010. Foto Helge Krückeberg. SnG
Geschäftsführung
Seit dem 1. Januar 2008 ist PD Dr. Habbo Knoch Geschäftsführer der Stiftung niedersächsische Gedenkstätten. Er wurde 1969 in Papenburg (Ems) geboren. Nach dem Magisterstudium in Göttingen, Bielefeld, Jerusalem und Oxford in den Fächern Mittlere und Neuere Geschichte, Philosophie, Politikwissenschaft und Soziologie hat er 1999 in Göttingen bei Prof. Dr. Bernd Weisbrod mit einer Dissertation zur Verwendung von Fotografien zu den NS-Verbrechen in der Erinnerungskultur nach 1945 promoviert. Von 2000 bis 2007 war er wissenschaftlicher Assistent am Seminar für Mittlere und Neuere Geschichte an der Georg-August-Universität Göttingen und wurde dort 2008 mit einer Arbeit zur Geschichte von Grandhotels und urbanem Raum in Berlin, London und New York (1850-1930) habilitiert.
Habbo Knoch war vor Beginn seiner Tätigkeit als Geschäftsführer unter anderem mehr als zwanzig Jahre im Bereich der niedersächsischen Gedenkstätten aktiv. Seit dem Wintersemester 2008/09 nimmt er als Privatdozent zudem Lehraufträge an der Georg-August-Universität Göttingen wahr. Er ist Mitantragsteller im VW-Vorab-geförderten Forschungsprojekt „Nationalsozialistische „Volksgemeinschaft“? Konstruktion, gesellschaftliche Wirkungsmacht und Erinnerung vor Ort“ (2009-2013).
Eigene Forschungsschwerpunkte liegen im Bereich der NS-Forschung, Erinnerungskultur und Sozial- und Kulturgeschichte des 19. und 20. Jahrhunderts. Buchveröffentlichungen u.a.: Die Tat als Bild. Fotografien des Holocaust in der deutschen Erinnerungskultur, Hamburg 2001; (Hg.) Bürgersinn mit Weltgefühl. Solidarischer Protest und politische Kultur in den sechziger und siebziger Jahren, Göttingen 2007 (Wallstein Verlag); (Hg. m. Alexa Geisthövel) Orte der Moderne. Erfahrungswelten des 19. und 20. Jahrhunderts, Frankfurt/New York 2005 (Campus Verlag).
