Aufgaben

Die Stiftung niedersächsische Gedenkstätten erhält und gestaltet gemäß GedenkStG § 2, Abs. 2 die Gedenkstätte Bergen-Belsen und die Gedenkstätte in der JVA Wolfenbüttel als Orte der Erinnerung an die Leiden der Opfer des Nationalsozialismus und der Opfer der Justizverbrechen sowie als Orte des Lernens für künftige Generationen.

  • In den ersten Jahren der Stiftung stand die Neugestaltung der Gedenkstätte Bergen-Belsen im Mittelpunkt ihrer Arbeit. Im Oktober 2007 wurde ein Dokumentationszentrum mit neuen Dauerausstellungen zu den Themenkomplexen Kriegsgefangenenlager, Konzentrationslager und Displaced Persons Camp eröffnet.
  • Neben der Weiterentwicklung der Gedenkstätte Bergen-Belsen zu einem internationalen Ort des Forschens und Lernens wird in den kommenden Jahren eine Neugestaltung der Gedenkstätte Wolfenbüttel konzipiert und umgesetzt.

Die Stiftung niedersächsische Gedenkstätten fördert gemäß GedenkStG § 2, Abs. 3 Gedenkstätten und Erinnerungsinitiativen in nichtstaatlicher Trägerschaft durch Zuwendungen, Beratung und wissenschaftliche Dienstleistungen.

  • Für die Förderung der Gedenkstättenarbeit stehen seit 1993 jährlich Mittel des Landes Niedersachsen zur Verfügung. Die Gedenkstätten in Papenburg, Moringen, Sandbostel und Salzgitter-Drütte sowie in Liebenau und Ohrbeck werden schwerpunktmäßig unterstützt.
  • Maßnahmen weiterer Gedenkstätten wie in Braunschweig, Lüneburg, Schwanewede oder Wehnen sowie von Erinnerungsinitiativen und anderen Projektträgern in Niedersachsen werden im Sinne des Stiftungszwecks auf Antrag gefördert.
  • Die Abteilung Gedenkstättenförderung Niedersachsen berät Vorhaben und begleitet Projekte in fachlicher und zuwendungsrechtlicher Hinsicht.
  • Die Stiftung fördert darüber hinaus Fahrten insbesondere von Schulklassen zu Gedenkstätten in Niedersachsen durch einen Zuschuss.

Die Stiftung niedersächsische Gedenkstätten unterstützt gemäß GedenkStG § 2, Abs. 4 die auf das historische Geschehen in den Jahren 1933 bis 1945 und dessen Folgen bezogene Forschung. Sie unterhält zu diesem Zweck eine zentrale Dokumentationsstelle zur NS-Zeit in Niedersachsen.

  • Die „Dokumentationsstelle zur Geschichte von Widerstand und Verfolgung 1933–1945 auf dem Gebiet des Landes Niedersachsen“ unterstützt seit Juli 1993 Gedenkstätten, Initiativen, Forschungseinrichtungen, Kommunen, Schulen und interessierte Einzelpersonen in Niedersachsen bei der Aufarbeitung, Dokumentation und Vermittlung der Geschichte der NS-Zeit. Dazu werden Archivalien, Findmittel, Publikationen, Fotografien und andere Dokumente im In- und Ausland erschlossen, erfasst und entsprechend aufbereitet.
  • Die Dokumentationsstelle richtet jährlich neben Workshops eine zentrale Tagung für die niedersächsischen Gedenkstätten und Erinnerungsinitiativen aus und führt eigene Forschungsprojekte durch.

Die Stiftung niedersächsische Gedenkstätten verwirklicht ihren Stiftungszweck darüber hinaus durch

  • Zeitzeugengespräche, Film- und Theateraufführungen und Lesungen;
  • Sonderausstellungen, wissenschaftliche Tagungen und Netzwerktreffen;
  • Projekte im Bereich Forschung, Vermittlung und Bildung;
  • Fortbildungen für Gedenkstättenmitarbeiter, Lehrkräfte und Multiplikatoren;
  • Publikationen und Informationsmaterialien.
© 2017 Stiftung niedersächsische Gedenkstätten